Praktikumsbericht Rosa

Juni/Juli 2016

Vor meinem Praktikum bei Konstantin hatte ich wenig konkrete Vorstellungen von dem was mich erwarten würde. Ich studiere Jura und hatte am Anfang des Studiums einiges über Staatsorganisation gelernt. Trotzdem hatte ich nur sehr vage Vorstellungen davon, wie sich die Arbeit eines Parlamentariers wirklich gestalten würde und wie ein ’normaler‘ Tag in einem Abgeordnetenbüro aussehen würde.

Ich startete das Praktikum in einer Sitzungswoche und somit war direkt sehr viel los. Am Montag traf sich das ganze Team um die Woche zu besprechen. Das verschaffte mir einen guten Überblick über die anstehenden Termine und ich lernte alle kennen. Anschließend konnte ich Jörn bei der Führung einer Besuchergruppe begleiten und so selber eine Führung durch den Bundestag genießen und mir einen ersten Überblick verschaffen. Danach nahm Konstantin mich direkt mit zu seinen Terminen. Ich  war stark beeindruckt, dass ich zu fast all seinen Terminen mitkommen konnte. Zwar hatte ich mir vor Praktikumsbeginn erhofft, mich bei einigen Gelegenheiten dazusetzten zu können, meine Hoffnungen wurden jedoch weit übertroffen. Ob es die Arbeitsgruppen und Arbeitskreise, die Ausschüsse, die Fraktionssitzung, ein parlamentarisches Frühstück, Interviews oder das Plenum waren. Wo es ging, konnte ich mitgehen. So verlief die erste Woche und sie war dementsprechend spannend für mich. Ich versuchte alle Informationen aufzusaugen und musste mich erstmal an die Abkürzungen, die Abläufe und die Gebäude des Bundestages gewöhnen.

Besonders interessant und aufschlussreich war es für mich die Themen in den unterschiedlichen Arbeitsschritten mitzuerleben. Von den Arbeitsgruppen zu den Arbeitskreisen und von dort zu den Ausschüssen bis es schlussendlich im Plenum diskutiert wurde, konnte ich die Entwicklung von Themen mitverfolgen und mir ein Bild davon machen wie viel diskutiert, bedacht und abgewogen wird, bevor eine Rede im Plenum gehalten wird.

Überrascht hat mich neben den sehr ausführlichen Diskussionen und Abwägungen die Arbeitsbelastung von Konstatin und seinem Team. Ich war davon ausgegangen, dass die Arbeit eines Abgeordneten viel aufwendiger sein würde, als das was davon nach außen dringt. Trotzdem war ich letztendlich erstaunt wie viele Aufgaben zu bewerkstelligen waren. Wenn wir am Anfang der Sitzungswoche den Terminkalender durchgingen, fragte ich mich, wie all diese Termine zu bewältigen seien.

Falls ich nicht mit Konstatin unterwegs war, war ich mit Jörn im Büro. So auch in der sitzungsfreien Woche, in der ruhigere Aufgaben anstanden. Eigentlich sollte alles bearbeitet werden wozu in der Sitzungswoche keine Zeit blieb. In meiner ersten Praktikumswoche fand jedoch das britische Referendum statt und daraufhin war auch die sitzungsfreie Woche mit einer Sonderfraktionssitzung und einigen Besprechungen keine ganz gewöhnliche und auch keine ruhige sitzungsfreie Woche. Trotz aller Aufregung herrschte ein angenehmes, kollegiales Klima im Büro und Konstatin und die Mitarbeiter nahmen sich auch bei Stress Zeit mir Fragen zu beantworten und Abläufe zu erklären, so dass ich mich sehr wohl fühlte.

Resümierend habe ich aus dieser kurzen Zeit sehr viel Input und Wissen mitgenommen. Es hat mir riesigen Spaß gemacht mir alles anzugucken und zu verfolgen wie Konstantin und sein Team arbeiten. Ich bin glücklich und dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte so spannende Einblicke zu erhalten und möchte mich bei allen ganz herzlich bedanken.

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