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Berlinfahrt – ein guter Impuls für den politischen Nachwuchs aus Hzgt. Lauenburg und Stormarn

Junge Menschen und Politik? Entgegen dem pessimistischen Klischee engagieren sie sich durchaus in ihrer Schule, Jugendbeiräten oder als Demokratiescouts. Ein guter Anlass für Konstantin von Notz 47 aktive Jugendliche aus der Region in die Bundeshauptstadt einzuladen. Als Dank und Impuls für ihr politisches Engagement vor Ort – in Ahrensburg, Aumühle, Oststeinbek, Wentorf, Mölln, Ratzeburg, Büchen und Schwarzenbek. „So eine Fahrt ist eine tolle Gelegenheit, sich zu vernetzen. Denn viele Beiräte sind noch gerade in der Gründung – da können wir viel voneinander lernen“, freute sich eine Teilnehmerin.

Am 28. und 29. Mai konnte so die Gruppe zwei volle Programmtage verbringen, vom Bundesrat über das Bundesjugendministerium bis zur Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße ging es durch das historische wie auch das politische Berlin.

Der grüne Wahlkreisabgeordnete und Innenpolitiker berichtete aus dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss und gab einen Hintergrundeinblick in das politische Tagesgeschäft: Wie funktioniert eine Fraktion und wie sieht eine Parlamentswoche aus? Warum ist die mediale Wahrnehmung in der Politik so wichtig?

Zu Datenschutz und Überwachung im Internet stellten die Jugendlichen zahlreiche Fragen: Was passiert mit meinen Bildern, Likes, Nachrichten auf Facebook oder Whatsapp und warum betrifft mich das ein Leben lang? Was lässt sich dagegen tun? „Ihr müsst Euch einfach fragen: warum kostet Facebook oder Google nichts? Das sind Weltunternehmen mit einem Milliardenumsatz. Die Antwort ist ganz einfach – ihr seid das Produkt und nicht ein Kunde“, erklärte der Netzpolitiker.

Anschließend berichtete von Notz aus dem Untersuchungsausschuss zur Geheimdienst-Affäre: Snowdens Enthüllungen waren selbstlos und couragiert – und werden uns noch lange beschäftigen, das ist eine Zukunftsfrage für unsere offene, demokratische Gesellschaft.“ Das zeigte eindrucksvoll die oscar-prämierte Dokumentation Citizenfour, die Edward Snowden während seiner Interviews in Hong Kong mit der Kamera begleitete. Danach ging es mit Zug wieder zurück gen Norden.

 

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