Anlässlich der Auswahl der Projekte im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ erklärt Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und grüner Bundestagsabgeordneter für die Kreise Herzogtum-Lauenburg, Stormarn, Segeberg und Lübeck:
Die Entscheidung über die Förderung der Schwimmbäder ist eine sehr gute Nachricht für sieben Kommunen in Schleswig-Holstein. Insgesamt stellt der Bund für die ausgewählten Projekte 5.632.569 Euro zur Verfügung. Besonders freue ich mich, dass mit der Sanierung des Freibades in Lauenburg an der Elbe auch ein Projekt aus meinem Wahlkreis mit 1.235.227 Euro Förderung berücksichtigt wird.
Für die Kommunen und die Menschen vor Ort ist das eine tolle Nachricht. Schwimmbäder sind weit mehr als reine Sportstätten: Sie sind Orte für Bewegung und Gesundheit, für Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es von zentraler Bedeutung, dass Schwimmunterricht und Vereinssport vor Ort möglich bleiben. Jede erfolgreich angestoßene Sanierung hilft, wichtige Infrastruktur in unseren Städten und Gemeinden zu erhalten.
Die Förderrunde zeigt sehr deutlich, wie groß der bundesweite Sanierungsbedarf ist. Auf die 250 Millionen Euro des Sonderprogramms für Schwimmbäder kamen rund 940 Projektskizzen mit einem beantragten Volumen von etwa 3,2 Milliarden Euro. Damit war das Programm massiv überzeichnet. Viele Kommunen haben viel Arbeit in ihre Anträge investiert, werden aber leider leer ausgehen.
Deutlich wird, dass eine einzelne Förderrunde den bestehenden Sanierungsstau bei Schwimmbädern und Sportstätten nicht lösen wird. Wir brauchen dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen und eine nachhaltige Stärkung der kommunalen Investitionsfähigkeit. Kommunen planen Sanierungen über Jahre hinweg. Dafür brauchen sie Sicherheit und dürfen nicht darauf angewiesen sein, in immer neuen, hoch kompetitiven Förderrunden um einzelne Projekte zu kämpfen.
Umso wichtiger ist, dass die Förderung weitergeht. Für Herbst 2026 ist eine weitere Förderrunde des Bundesprogramms Sanierung kommunaler Sportstätten mit 333 Millionen Euro vorgesehen. Anders als beim jetzigen Programm werden auch wieder kommunale Sportstätten insgesamt gefördert.
Daher möchte ich ausdrücklich allen Kommunen, deren Schwimmbad bei der jetzigen Auswahl nicht berücksichtigt wurde, Mut machen, die nächste Fördermöglichkeit im Blick zu behalten. Es lohnt sich, die entsprechenden Projekte weiter vorzubereiten und die kommende Förderrunde zu nutzen. Die große Zahl der Bewerbungen hat gezeigt: Der Bedarf ist da. Jetzt muss der Bund dafür sorgen, dass daraus auch dauerhaft ausreichende Unterstützung für unsere Kommunen wird.