Zur Wahlkundgebung der NPD in Kiel auf dem Asmus-Bremer-Platz am 13.08 erklärt die grüne Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, Luise Amtsberg:
Demokratie und Menschenrechte sind die Grundpfeiler eines geeinten Europas und unserer demokratischen Gesellschaft. Durch die Kundgebung der NPD mussten wir heute erneut den Hass und die Parolen derer ertragen, die seit vielen Jahren mit ihrer Ideologie Menschen diskriminieren und bedrohen. Ihr Hass auf AsylbewerberInnen wird politisch und auf der Straße unseren entschiedenen Widerstand erfahren. Menschen, die auf der Flucht sind und in Deutschland Schutz suchen, brauchen eine Perspektive und eine menschenwürdige Behandlung.
Wir wollen weder Nazis auf unseren Straßen, noch wollen wir Rassismus in den Köpfen. Ein starke Zivilgesellschaft ist wichtig, um Rassismus in all seiner Gewalt und Hässlichkeit zu bekämpfen. Ich freue mich deswegen sehr, dass es uns heute mit vielen GegendemonstrantInnen gelungen ist, die NPD und ihre menschenverachtenden Parolen wegzupfeifen – friedlich aber laut!
Für uns gilt: kein Fuß breit den Nazis in Kiel oder anderswo!
Die Fraktionsvorsitzende der Kieler Ratsfraktion, Lydia Rudow ergänzt:
Auf der Kundgebung hat auch Hermann Gutsche, der für die NPD-Tarnliste Wahlalternative Kieler Bürger im Rathaus sitzt, gesprochen. Gutsche, der im Kommunalwahlkampf immer wieder versucht hat, den biederen Saubermann zu mimen, hat heute Seite an Seite mit dem Bundesvorsitzenden der NPD, Holger Apfel, erneut sein wahres Gesicht gezeigt. Die Grüne Ratsfraktion wird auch in Zukunft mit Initiativen für Toleranz und Menschenrechte und gegen Rassismus für eine bunte und weltoffene Stadt einstehen.