„Fracking, Atommüll und dann?“
„Die Zukunft unserer Energieversorgung liegt nicht in der immer riskanteren Erschließung und Nutzung von der Öl- und Gaslagerstätten durch Technologien wie Fracking und CCS, sondern in der umweltverträglichen Nutzung erneuerbarer Energie.“ Nach solchen klaren Statements und weiterer Hintergrundinformationen diskutierten in Molfsee der schleswig-holsteinische Energiewendeminister Robert Habeck und Eckart Kuhlwein, Bundesvorstand der Naturfreunde e.V., mit zahlreichen Gästen unter Moderation von Konstantin von Notz, schleswig-holsteinischer Bundestagsabgeordneter und Spitzenkandidat der Grünen zur Bundestagswahl.
Habeck führte weiter aus, dass ein Schlüssel für die zukünftige Nutzung der Untergrundes die Novellierung des völlig veralteten Bergrechtes ist, nach der derzeit die Aufsuchungserlaubnisse für das Fracking auf so unglückliche Weise erfolgen: ohne Bürgerbeteiligung und Umweltprüfung – und in der Folge mit umso mehr Sorgen und Protest in den betroffenen Gemeinden wie um Molfsee oder im Herzogtum Lauenburg. Geologen der Uni Kiel gehen mit dem Forschungsprojekt „Angus+“ einen neuen Weg und legen Grundlagen für eine nachhaltige Nutzungsplanung des Untergrundes.
Ein weiterer Schlüssel bleibt aber die Initiative der Bürger vor Ort, wie der rege Protest gegen die CCS-Plänen in Nordfriesland eindrucksvoll gezeigt hat. Die weitere Diskussion bewies die große Bandbreite des Themas, die verdeutlicht, dass es nicht um Verhinderung von Technologie, sondern um das Aufzeigen von Alternativen, um Abwägung und um langfristige volkswirtschaftliche wie ökologisch nachhaltige Bewertung unserer Energieversorgung geht und eben nicht um den kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteil. Dabei könne Schleswig-Holstein Vorreiter und Beispiel auch für die europäischen Partnerländer sein, so von Notz.
Veranstaltungsankündigung:
Öffentliche Diskussionsveranstaltung mit Energiewende-Minister Robert Habeck und dem Grünen Spitzenkandidaten Konstantin von Notz, MdB
Fracking, Atommüll und dann?
Langzeitrisiken fossiler Energiegewinnung und die erneuerbaren Alternativen
Die GRÜNEN Ortsverbände Bordesholm und Flintbek laden zur Informationsveranstaltung und Diskussion ein: Mo., 19. August 2013, 18.30 – 20.00 Uhr; Ort: Hotel Bärenkrug, Hamburger Chaussee 10, 24113 Molfsee
AnwohnerInnen, Bürgerinitiativen und die Kommunalpolitik sorgen sich derzeit in Schleswig-Holstein vor den Fracking-Sondierungen mehrerer Firmen, auch die Region um Kiel ist betroffen. Und das nicht zu unrecht: Handelt es sich doch beim Gas-Fracking um eine Risikotechnologie mit schweren Folgewirkungen: Giftige Chemikalien bedrohen das Trinkwasser, Unmengen an verschmutztem Abwasser und weiträumig verschandelte Flächen bleiben zurück.
Wie schwer die Langzeitfolgen fossiler Risikotechnologien wiegen, zeigt auch die jüngste Debatte um eine sichere und faire Zwischen- und Endlagerung des Atommülls in Deutschland. Dabei liegen die Alternativen einer sauberen und nachhaltigen Energiepolitik auf der Hand: Erneuerbare Energiegewinnung und vor allem eine größere Energieeffizienz.
Hierzu diskutieren mit interessierten BürgerInnen:
- Robert Habeck, Energiewende-Minister Schleswig-Holstein
- Cornelia Grote-Bichoel, Geologin und Energieexpertin aus Niedersachsen (angefragt)
- Eckart Kuhlwein, Bundesvorstand Naturfreunde e.V.
- Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter und schleswig-holsteinischer Spitzenkandidat der Grünen zu den Bundestagswahlen 2013 (Moderation)
Ansprechpartner:
- Matteo Schürenberg, Wahlkreisbüro von Notz: 04542/ 83 07 00; konstantin.notz@wk.bundestag.de
- Annette Robert, Grüne OV Flintbek: 04347 – 4390, info@gruene-flintbek.de
- Uschi Schulz-Ehlbeck, Grüne OV Bordesholm: 04322 67 05; uwse@web.de
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ist ausreichend Zeit für eine Publikumsdebatte und den Austausch vorgesehen. Der Grüne Ortsverband Bordesholm und Konstantin von Notz freuen sich auf eine angeregte Diskussion und laden alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

